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Vorbereitungslager der Lippe-Römer, Bergkamen, 20. - 28.05.2017


Das alljährlich stattfindende Vorbereitungslager der Lippe-Römer im Römerpark Bergkamen, fand in diesem Jahr mit erstmaliger Beteiligung der LEG XVII ALBICA statt, welche vom 20. - 24.05. vor Ort war. Das Lager wurde rund um einen an Originalstelle wiedererrichten Abschnitt der Holz-Erde-Mauer aufgeschlagen, welche das ursprüngliche, unter Drusus errichtete, 3-Legionslager umgab.
Die Angehörigen der LEG XVII wurden von den "alten Hasen" herzlich willkommen geheißen und sofort in die wachsende Familie der Lipp-Römer aufgenommen. Es folgten sehr interessante und vor allem lehrreiche Tage mit viel Erfahrungsaustausch. Besonders die Fertigkeiten und das Geschick der Handwerker vor Ort (Erwin, der Schmied, sowie Wolfgang und Matthias, die Ledermacher) ließen uns so manches Mal einfach nur staunen, zumal die hergestellten Stücke allesamt exakt auf Originalfunden beruhen.
Ein Höhepunkt war der Besuch des Archäologischen Parks Xanten, welcher sich auf dem Gelände der römischen Stadt Colonia Ulpia Traiana befindet. Große Teile der Stadtmauer inkl. der Wachtürme sowie Tore und einige der wichtigsten Gebäude sind an Originalstelle und in Originalbauweise wiederrichtet worden, darunter auch die Arena, diverse Handwerkerhäuser, eine Herberge mit Therme und Teile des Hafentempels.
Am letzten Tag unseres Aufenthalts erhielten wir eine kleine Lehrstunde im Formationskampf durch Mark Schrader, Leiter des Stadtmuseums Bergkamen und Primus Palus der Gladiatorengruppe Amor Mortis. Außerdem wurden unsere beiden Rekruten in den Soldatenstand erhoben.

Bildergalerie Römerlager Oberaden
Römische Groma zur Festlegung gerader Linien und rechter Winkel
Wiederrichteter Abschnitt der originalen Holz-Erde-Mauer inkl. Wachturm
Palisadenwall mit Spitzgraben
Das Feldlager in der Morgensonne
Die Aquila, eine Furca sowie Schilde der LEG XVII
Titus Tertinius Pullo (zu dem Zeitpunkt noch Tiro) hat Wache auf der Mauer
Halvorius dreht am Fuße der Mauer seine Runden
Die Außenseite der Mauer mit Pullo und Varius (LEG XIX)
Pullo späht ins Feindesland
Lamia und Atheas üben mit dem Bogen, bewacht von Eva, der Militärhündin
Halvorius patrouilliert durch das Lager
Mandua übt mit der Schleuder (Übungsgeschosse sind Tennisbälle, unauthentisch, aber weniger gefährlich)
Pullo und Varius auf der Mauer
Mandua, Atheas und Eva am Schießstand
Pullo hält Wache am Aufgang zur Mauer
Der Jungkaiser ist auch anwesend und hält die Truppen auf Trab
Lamia hat Wachdienst auf der Mauer
Halvorius, der germanische Auxiliar und Legionär Pullo
Mandua und Miles Iolius Bructerus Martialis fachsimpeln
Martialis übt sich im Pilumwurf ...
... sieht schon nicht schlecht aus
Mandua setzt mit der Funda nach ...
... nachdem Martialis aus dem Gefahrenbereich heraus ist
Das Zelt von Marcellus, Legionär bei der XIX.
Lagerseitiger Blick auf die Holz-Erde-Mauer
Pullo erstattet Centurio Callidus Meldung
Auch der Centurio muss die Parole kennen ...
... bevor er passieren darf
Der Jungkaiser im Fachgespräch mit Centurio Callidus, beschützt von Sagittaria Lamia
Alles ruhig in der Germania magna
Der Centurio sinniert
Legionär Pullo hält trotz Hitze weiter Wache
Halvorius versorgt auf Befehl des Centurios die Wachen mit frischem Wasser
Mulsum wäre zwar schöner, aber Wasser muss im Dienst genügen
Atheas hat dienstfrei, Strohhüte in dieser Form kannten die alten Römer tatsächlich schon
Skeptisch späht er ins Feindesland
Halvorius leitet Lamia, Pullo und den Jungkaiser beim Speerwurf an
Hastae tollite! (Speere zum Abwurf bereit!)
Hastae mittite! (Speere werfen!)
Lehrstunde im Formationskampf
Mark erklärt die Theorie ...
... und den richtigen Einsatz der Waffen und Schilde (dieses und folgende Bilder)
Der richtige Einsatz der Scuta ...
... den Gegner blockieren und die Formation halten
Derweil schuften Atheas und Pullo am Spitzgraben, mit nicht ganz authentischer Schubkarre (dieses und die nächsten Bilder)
Saskia beobachtet das Treiben im Lager
Schon vor 2.000 Jahren bestand der Boden hier aus schwerem, nassem Lehm, ...
... entsprechend hart muss die Plackerei für die Legionäre gewesen sein, als sie das 56 ha große Legionslager errrichteten
Einsatz des eben Gelernten ...
... blockieren und Lücken in der Deckung finden


Bildergalerie Archäologischer Park Xanten
Der teilrekonstruierte Hafentempel aus der Ferne
Aus der Nähe wird klar, wie beeindruckend das vollständige Bauwerk gewesen sein muss
Eingang zu den Handwerkerhäusern (Faber Ferrarius = Schmied)
Blick in den Hinterhof
Wohnraum
Schlafkammer
Vorratsraum mit Amphoren und Fässern
Werkstatt
Rekonstruierter Wachturm
Blick auf das Obergeschoss der römischen Herberge
Gesamtansicht der Handwerkerhäuser straßenseitig
Rückwärtige Ansicht
Gesamtansicht der teilrekonstruierten Arena
Blick entlang des Wehrgangs der Stadtmauer
Teil des früheren Eingangsgewölbes der Arena
Innenansicht der Arena
Rekonstruierter Säulengang
Verschiedene Typen von Gladiatoren
Atheas, Eva und Martialis verlassen die Arena (in Zivil)
Römischer Baukran
Marcus Ulpius Traianus (Kaiser Trajan), der die Siedlung  um 100 n. Chr. zur Colonia (Stadt) erhob
Originalteil der unterirdischen Kanalisation
Umkleideraum der Therme, die zur Herberge gehört
Wasserbecken mit ständiger Frischwasserzufuhr
Die Wände sind nach Originalfunden in Pompeji aufwändig verziert
Und auch die Decken sind mit viel Liebe zum Detail gestaltet
Die Motive dabei sind vielfältig ...
... und reichen von abstrakten geometrischen Figuren ...
... bis hin zu konkreten Szenen aus der Natur
Ein Frischwasserbecken bzw. Springbrunnen zum Waschen
Ein weiteres Badebecken
Eine der für die Römer so typischen öffentlichen Latrinen
Eva ist von den vielen Eindrücken völlig geplättet
Ausstellung der auf dem Gelände gemachten Funde ...
... diverse Helme des Typs Hagenau/Haltern
Obwohl unterschiedlich in ihrer Ausstattung waren sie teilweise im gleichen Zeitraum im Einsatz
Eine Weiterentwicklung der Schutzwirkung ist erkennbar
Diverse Ziersteine und -knöpfe aus Metall oder Glas
Töpferwaren in allen Formen, Größen und Funktionen wurden in Massen gefunden
Amphoren waren die 'Tetrapaks' der Antike und wurden sowohl für Wein, Olivenöl als auch zum Transport und der Lagerung von Garum und Getreide genutzt
Götterfiguren und Fresken
Eine Bacchus-Figur
Eine große Auswahl verschiedener Pfeilspitzen
Modell der Colonia Ulpia Traiana, wie sie in ihrer Blütezeit aussah
Diverse Fibeln und Schmuckelemente
Weitere Objekte aus Metall, Stein und anderen Materialien
Orginalfunde von Werkzeugen (Hämmer und Zangen)
Haarnadeln und ...
... große Nähnadeln aus Knochen
Originalfund eines Flachwasser-Transportschiffes
Weitere Töpferwaren
Auch Glas war bei den Römern schon sehr gebräuchlich und wurde in kunstvolle Form gebracht
Überhaupt war die Gestaltung von Alltagsgefäßen aus Ton oder Glas auf einem sehr hohen Niveau und dank regelrechter Manufakturen auch qualitativ sehr einheitlich
Eine römische Präzisionswaage zur Gewichtsbestimmung von kleineren Waren
Modell des großen öffentlichen Thermenkomplexes der Colonia Ulpia Traiana
Blick auf den Hafentempel von der anderen Seite
Straße entlang der Herberge
Blick vom Atrium hinauf ins Obergeschoss der Herberge. In dieser kann man heutzutage in original nachempfundenen römischen Zimmern nächtigen und auch im zugehörigen Restaurant römische Speisen genießen